Von der weltgrößten Blumenauktion im 12 km entfernten Aalsmeer werden jeden morgen die Blumen und Pflanzen zum einzigen schwimmenden Blumenmarkt Europas transportiert. Auf vertauten Kähnen an der Ecke Koningsplein entlang der Singelgracht bieten Händler Tulpen, Nelken und exotische Pflanzen an. Die Niederlande zählen zu den europaweit bedeutenden Exporteuren von Blumen und Pflanzen.
In der ersten Jahreshälfte 2010 ist der Exportwert um fast 7 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro gestiegen. Die für den Warenverkehr zuständigen Zoll- und Steuerbehörden nutzen in Amsterdam die vom Rijksgebouwendienst verwalteten Gebäude, wie z.B. auch die Fondsimmobilie.
Schöne Tulpomanie
Von 1610 - 1637 entstand in den Niederlanden ein lebhafter Handel mit Tulpen. Dies führte im Jahr 1623 zu einem enormen Preisanstieg. Eine Tulpenzwiebel der Sorte "Semper Augustus" kostete im Jahr 1624 bereits 1.200 Niederländische Gulden (NLG). 1625 stieg der Preis auf 3.000 NLG an, 1633 war er 5.000 NLG angelangt. Im Jahr 1637 zahlte man für drei Zwiebeln 30.000 NLG. Zum Vergleich: Ein Grachtenhaus in Amsterdam kostete zur selben Zeit 10.000 NLG. Danach gab es in den Niederlanden nie wieder solche Spekulationsgeschäfte mit der Tulpe und zum Glück sind die Blumenzwiebeln heute preiswerter.