Interview zu REALISINVEST EUROPA: „Das Beste aus beiden Welten“

Real-I.S.-Vorstand Jochen Schenk erläutert im Interview, warum erstmals ein Publikumsfonds aufgelegt wird, welche Strategie zum Erfolg führen soll und weshalb sich immer mehr Menschen für indirekte Immobilieninvestments entscheiden.

Real InSide: Real I.S. war bisher vor allem auf das institutionelle Investmentgeschäft mit Immobilien spezialisiert. Warum starten Sie nun einen offenen Publikumsfonds?

Jochen Schenk: Weil eine hohe Nachfrage nach solchen Anlagen besteht. Das hört man einerseits aus dem Privatkundengeschäft der Bankberater, andererseits zeigen es die Marktdaten. Der Bundesverband Investment und Asset Management BVI hat vor Kurzem gemeldet, dass sich die Zuflüsse zu derartigen Fonds in der ersten Jahreshälfte verdoppelt haben. Mehr als sechs Milliarden Euro wurden platziert. Das zeigt: Ein Investment in Immobilienfonds wird auch für Privatinvestoren immer attraktiver. Denn erstens hören Anleger natürlich von der anhaltend guten Entwicklung in der Immobilienbranche; daran wollen viele teilhaben. Und zweitens ist nur ein Bruchteil des Kapitals notwendig, das Privatleute sonst für ein Direktinvestment in Immobilien aufbringen müssten

Woran liegt das? Und was macht einen offenen Immobilienfonds so interessant?

Die zweite Frage ist leicht zu beantworten: die niedrigen Zinsen! Früher bekam man ohne Weiteres zwischen zwei und drei Prozent, einfach nur, weil man sein Geld zur Sparkasse brachte. Diese Zeiten sind vorbei – und werden auch so schnell nicht wiederkommen. Das haben die Menschen begriffen. Aber gleichzeitig braucht man großes Knowhow, wenn man eine Immobilie kaufen und verwalten möchte. Wer das nicht selbst  tun möchte, kann sich mit uns auf einen nachgewiesenermaßen kompetenten Partner verlassen. Eine solche Investition managen, das können wir aufgrund unserer langjährigen internationalen Erfahrung wahrscheinlich einfach besser als die allermeisten Privatleute.

Wie sieht Ihr Konzept aus, mit dem Sie Ihren ersten Publikumsfonds aufbauen wollen? Gibt es bereits einen klaren Plan für das Portfolio?

In einem ersten Schritt sammeln wir sogenanntes Seed-Money von unseren festen Partnern, den Sparkassen ein. Mit diesem Kapital werden wir den Aufbau des Startportfolios mit einem vorgesehenen Investitionsvolumen von bis zu 200 Millionen Euro beginnen. Es wird aller Voraussicht nach aus drei bis vier Immobilien bestehen, die ein sicheres Fundament gewährleisten. Erst danach bieten wir auch Privatanlegern an, sich an dem Fonds zu beteiligen. Mit dem zufließenden Kapital werden wir kontinuierlich ein wohldurchdachtes Gesamtportfolio mit einem Fokus auf Büroimmobilien zusammenstellen. Um eine gute Diversifikation der Anlage zu garantieren, werden zudem Handels- und Logistikimmobilien sowie gemischt-genutzte Objekte und Hotels hinzukommen. Wir vereinen also aus Anlegerperspektive das Beste beider Welten: unsere umfangreiche Expertise, die wir seit Jahren Sparkassen, Pensionskassen und großen Versicherungen bieten und mit der wir ein Immobilienvermögen von etwa 8,7 Milliarden Euro managen, mit dem niedrigschwelligen Einstieg in einen offenen Immobilienfonds. Im Ergebnis sollten die Anleger so Ausschüttungen zwischen 2,0 und 2,5 Prozent pro Jahr erreichen.