Kurz beziffert: 313 Proptechs in Deutschland

„Digitalisierung“ – auch in der Immobilienbranche ist dieses Stichwort Gespenst und Zukunftsversprechen zugleich. Wie sich die Branche in den kommenden Jahren wandeln könnte, zeigt ein Blick auf die wachsende Proptech-Zahl.

Prop … was? Für manche alten Hasen in der Immobilienbranche ist die Digitalisierung des Metiers noch ein Buch mit sieben Siegeln. Beim ersten Blick auf die harten Fakten mag das einleuchten. 313 Immobilien-Start-ups zählte proptech.de im Juli 2019 – allein der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) als einer der großen deutschen Verbände der Immobilienwirtschaft hat ca. 37.000 Mitgliedsunternehmen. Doch Masse ist in diesem Fall nur ein kleiner Teil der Wahrheit. Oder haben ehemals unscheinbare Player wie AirBnB oder Immobilienscout 24 etwa nicht schon beträchtliche Veränderungen des Marktes und große Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit bewirkt?

Vermietung und Verkauf, Crowdfunding, Datenerhebung, Smart Home, Maklervermittlung, Bauprojektierung oder Immobilienbewirtschaftung: Es gibt kaum einen Bereich der Branche, in dem nicht mittlerweile auch digitale Angebote mitmischen. Und sie tun es mit sichtbarem Erfolg, was sich am Wachstum der Proptech-Zahlen eindrucksvoll ablesen lässt. Nach einem zwischenzeitlichen statistischen Knick bei den Neugründungen hat das Segment deshalb auch im Jahr 2019 deutliche Fahrt aufgenommen. 289 Unternehmen listete das Internetportal „Proptech“ noch im April auf – die aktuelle Zahl von 313 (plus 24) bedeutet also ein stattliches Quartalswachstum von 8,3 Prozent.

Wer mit offenen Augen durch die Welt geht, dem dürfte schnell klar sein, dass selbst bei Immobilien disruptives Potenzial in der Digitalisierung steckt. Nicht umsonst setzt mancher Projektentwickler große Hoffnungen auf die Effizienzsteigerung – beispielsweise durch BIM (Building Information Modelling), das als nächster großer Entwicklungssprung in der Baubranche gehandelt wird. Selbst wenn sich manches langsamer durchsetzen wird als Netflix oder Apple es im Unterhaltungsbereich geschafft haben: Real I.S. glaubt an das Potenzial der Digitalisierung und fördert die Entwicklung bahnbrechender Geschäftsmodelle – beispielsweise durch den „Innovation Award“ in Kooperation mit der EBS Universität in Wiesbaden. Welche spannenden Ideen die diesjährigen Gewinner unter den Namen CleverLiving und BuildBro verfolgen wollen, berichten die Jungunternehmer hier auf Real I.S. Inside.

Weiterführende Links:
Bundesverband deutsche Start-ups (https://deutschestartups.org/)
German Proptech Initiative (gpti) (http://gpti.de/)