EU-Aktionsplan für nachhaltiges Wachstum

Die Finanzindustrie nimmt eine entscheide Rolle ein, um nachhaltiges Wachstum und Klimaneutralität in der EU voranzubringen. Die EU hat deshalb einen Aktionsplan "Finanzierung Nachhaltigen Wachstums" aufgestellt mit folgenden übergeordneten Zielen:

1. Geldströme lenken:

Kapitalflüsse sollen zu nachhaltigen Investitionen umgelenkt werden.

2. Risikomanagement

Berücksichtigung, Controlling und Bepreisung von finanziellen Risiken, die sich aus Klimawandel, Naturkatastrophen, Umweltzerstörung und sozialen Problemen ergeben.

3. Zukunftsfähiges Wirtschaften:

Förderung der Transparenz und des langfristigen Denkens in der Finanzbranche.

Daraus ergeben sich dann folgende Handlungsfelder:

  • Berücksichtigung von ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) bei Entscheidungen in der Finanzbranche
  • Eindeutige Definitionen für diese ESG-Kriterien müssen geschaffen werden und damit eine Grundlage für nachhaltiges unternehmerisches Handeln
  • Offenlegung über Art und Grad der unternehmerischen Nachhaltigkeit

Wesentliche Grundlagen sind die Offenlegungs-Verordnung und die Taxonomie-Verordnung.

Taxonomie-Verordnung

Festlegung eines einheitlichen Klassifizierungssystems für nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten und damit die Bestimmung von Kriterien, die eine ökologische Einordnung der Wirtschaftstätigkeit ermöglichen.

Offenlegungsverordnung

Verpflichtung der Finanzmarktteilnehmer transparent zu informieren, ob und in welcher Form Nachhaltigkeitsfaktoren bei Investitionsentscheidung berücksichtigt wurden. Das betrifft u.a. Unternehmens- und Produktstrategie, Investment- und Risikoprozesse und die Vergütungsstrategie.