Real I.S. auf der Expo Real 2018

Die Expo Real 2018 in München war einmal mehr ein voller Erfolg. Die Teilnehmerzahl stieg auf 44.536 Besucher, das entspricht einem Anstieg von 6,6 Prozent. Auch die Zahl der ausstellenden Unternehmen, Städte und Regionen legte im Vergleich zum Vorjahr noch einmal zu. 2.095 Aussteller wurden registriert (2017: 2.003). Die Trendthemen waren in diesem Jahr die Risiken der derzeitigen Performance der globalen Immobilienmärkte, bezahlbarer Wohnraum und der digitale Aufbruch der Branche. Die Real I.S. war mit einem Stand und auf folgenden Veranstaltungen bei der Expo Real vertreten:

Auch in diesem Jahr sind wir wieder aktiv in der Marktdiskussion

Innovation in der Immobilienbranche und Kulturelle Transformation

Innovation in der Immobilienbranche

Podiumsdiskussion

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Vorstellung und anschließende Besprechung der Dissertation zur Innovation in der Immobilienbranche, die von Dr. Susanne Hügel von der EBS Universität für Wirtschaft und Recht angefertigt wurde. Insgesamt wurden die Daten von 403 Akteuren aus 197 Unternehmen der deutschen Immobilienwirtschaft ausgewertet. Die Real I.S. förderte die Doktorarbeit und ist seit vielen Jahren ein Wissenschaftspartner der EBS, insbesondere im Bereich der Innovationsforschung.

"Die Forschungsarbeit beruht auf einer sehr umfangreichen Datenerhebung und quantitativen Methodik, die viele der Ergebnisse des 'Innovationsbarometers der deutschen Immobilienwirtschaft', die auf qualitativen Expertenbefragungen basieren, nun auch statistisch belegen. So sind der Gesetzgeber und Regulierungen wie Basel III wichtige Innovationstreiber, wegweisende Veränderungen bleiben in der Branche bisher aber die große Ausnahme", erklärt Jochen Schenk, Vorstandsvorsitzender der Real I.S. AG.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass es sich bei den Innovationen von Produkten und Prozessen in der Immobilienwirtschaft in vier von fünf Fällen um Verbesserungen, nicht aber um echte Neuheiten im Sinne einer radikalen Veränderung handelt. Die objektiven Gründe für diese relativ geringe Innovationsstärke der Branche sind zum Teil überraschend: So wirkt sich beispielsweise die Wettbewerbsintensität negativ auf die Innovationsfähigkeit aus und dem Marktumfeld mangelt es aktuell an Dynamik. Ein enger gesetzlicher und regulatorischer Ramen ist hingegen kein Hemmnis, sondern vielmehr ein Motor für die Einführung von Produkt- und Prozessneuerungen.

Kulturelle Transformation - Voraussetzung für eine erfolgreiche Digitalisierung und Innovationskultur

Podiumsdiskussion

Neben den Herausforderungen durch die Digitalisierung für die gesamte Immobilienwirtschaft, wurden auch die Folgen für die Unternehmenskultur thematisiert. Einig waren sich die Teilnehmer des Panels darin, dass eine Unternehmenskultur direkten Einfluss auf das Innovationsverhalten der Mitarbeiter hat. "Das Wichtigste beim digitalen Kulturwandel ist es, die individuellen Fähigkeiten der Mitarbeiter genau zu analysieren und die internen Digitalisierungsprozesse des Unternehmens exakt an diesen auszurichten", sagt Jochen Schenk, Vorstandsvorsitzender der Real I.S. AG.

Investieren in Europa - Welche Länder und Assetklassen stehen für Investoren im Fokus?

Podiumsdiskussion

Die Expertenrunde warf einen kritischen Blick auf Europas Immobilienmärkte und die diversen Anlageklassen. Ein Thema war dabei auch die Frage nach einem möglichen Ende des Immobilienbooms.

"Die Frage ist nicht, ob es Länder gibt, die von einer Finanzkrise wie vor zehn Jahren nicht betroffen wären. Sondern wie tief diese fallen würden und wie schnell sich der Markt danach erholt", antwortet Marco Kramer, Head of Research der Real I.S. AG bei der Veranstaltung "Investieren in Europa" auf die Frage, welche Länder besonders krisensicher seien.

ZIA: Büromärkte: Status und Zukunft

Büroflächen sind vielerorts Mangelware - insbesondere in den Top-Lagen. Beim Panel des ZIA diskutierten die Teilnehmer wie sich diese Situation auf die Zukunft, vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung, wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und neuen Büroflächenkonzepten, z. B. Coworking, auswirkt. Neue Trends und langfristige Herausforderungen wie die Digitalisierung standen dabei besonders im Mittelpunkt. Innerstädtische Core- und Core-Plus-Büroimmobilie bleiben auch weiterhin eine sichere Anlage für institutionelle Investoren. Die Experten waren sich jedoch einig, dass die Möglichkeiten der Digitalisierung noch effizienter ausgeschöpft werden können, beispielweise indem ein Teil der Büroflächen für Coworkingangebote genutzt wird. Das erhöht langfristig die Flexibilität und bietet zusätzliche Wertschöpfungsmöglichkeiten.

"Die Digitalisierung ist für alle Branchen eine enorme Herausforderung, das gilt auch für die Immobilienwirtschaft. Sie bietet uns jedoch auch die Chance, junge und hoch qualifizierte Digital Natives zu rekrutieren", sagt Brigitte Walter, Vorstand der Real I.S. AG.